Hypothek erneuern: Der frühe Vogel…

Wenn es darum geht, eine bestehende Hypothek bei der Hausbank zu erneuern oder falls man mit einer bald auslaufenden Hypothek allenfalls zu einem anderen Finanzinstitut wechseln möchte, dann gibt es eine wichtige Regel: Von sich aus und früh genug aktiv werden. Denn selbst Hypotheken mit festen Laufzeiten müssen teilweise aktiv gekündigt werden. Je nach Vertrag und Anbietenden können sie ansonsten automatisch in eine variable Hypothek umgewandelt werden – mit Kündigungsfristen von drei bis sechs Monaten.

Das ist insbesondere dann ärgerlich, wenn man aufgrund der dadurch entstandenen Verzögerung die günstigsten Zinsen verpasst hat. Mit früh genug sind etwa 12 Monate vor dem Ende des bestehenden Hypothekarvertrages gemeint. Dann sollte man beginnen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Als Erstes gilt es, mit der Bank die Kündigungsfristen und Modalitäten der laufenden Hypothek abzuklären. Gleichzeitig kann man sich vom Finanzinstitut auch beraten und einen Vorschlag für eine längerfristige Strategie inklusive Offerte ausarbeiten lassen. Aber auch selbst sollte man sich über das aktuelle Zinsniveau und die von Expert:innen erwarteten Zinsentwicklungen informieren. Das ist unter anderem wichtig, wenn man erfolgreich verhandeln und mehrere Offerten miteinander vergleichen möchte.

Gerade beim derzeit tiefen Zinsniveau kann es sinnvoll sein, mit den Finanzinstituten über den Abschluss einer sogenannten Terminhypothek zu diskutieren. Damit reserviert man sich den späteren Kredit bereits heute zum aktuellen Zinssatz. Übliche Vorlaufzeiten betragen sechs bis zwölf Monate. Natürlich ist diese Zinsgarantie kaum gratis zu haben. Sie kostet, abhängig von der Dauer, einen kleinen Aufschlag, der üblicherweise aber nicht über 0,35 % liegen wird. Bei einem tatsächlichen Zinsanstieg kann sich das trotzdem auszahlen.