Haus nicht altersgerecht: Umbauen oder verkaufen?

Die Kinder sind schon längst ausgeflogen, das Haus ist zu gross, die Gartenpflege zu aufwändig und die Treppe zu steil. Je älter und gebrechlicher man wird, desto schwieriger kann sich der Alltag im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung gestalten. Dessen sind sich viele grundsätzlich bewusst: Gemäss einer Umfrage des VZ Vermögenszentrums von 2024 gaben 57 % der Besitzer:innen von Einfamilienhäusern an, dass sie ihr Eigenheim für ungeeignet halten, um im Alter darin zu leben. Trotzdem wird oft herzlich wenig dafür getan, die eigenen vier Wände altersgerecht einzurichten.

Überraschend ist dies jedoch nicht, da ein Umbau in der Regel mit erheblichem Aufwand und entsprechenden Kosten verbunden ist. So muss möglicherweise ein Treppenlift eingebaut, eine Rampe installiert, Schwellen entfernt oder Türen verbreitert werden. Auch im Sanitärbereich, insbesondere bei Dusche und WC, sind oft umfangreiche Massnahmen nötig. Setzt man die Auslagen hierfür jedoch in Relation zu den Wohnkosten in einer Seniorenresidenz, kann sich ein altersgerechter Umbau aus langfristiger Sicht lohnen – vor allem, wenn dabei ein Teil des Einfamilienhauses zu einer separaten Wohnung umgestaltet werden kann, die vermietet wird.

Zeigt sich, dass ein Umbau zu aufwändig wird oder man sich das Ganze einfach nicht mehr zumuten möchte, hat man grundsätzlich mit dem Umzug ins Seniorenheim oder in eine altersgerechte Wohnung grundsätzlich zwei Möglichkeiten: vermieten oder verkaufen. Die Vermietung lohnt sich finanziell jedoch kaum und verursacht zudem einen gewissen Verwaltungsaufwand. Sie eignet sich in der Regel nur, um Zeit zu überbrücken, beispielsweise falls eines der Kinder in den kommenden Jahren das Haus übernehmen möchte. Im Normalfall wird deshalb wohl meist der Verkauf gewählt.