Solaranlagen können eine gute Rendite abwerfen

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage nicht nur aus ökologischen Überlegungen, sondern auch in finanzieller Hinsicht? Diese Frage stellen sich viele, die mit einer Solaranlage auf dem eigenen Hausdach liebäugeln. Grundsätzlich hängt die Wirtschaftlichkeit von mehreren Faktoren und Annahmen ab: vom Wetter und der entsprechenden Stromproduktion ebenso, wie von den Anlagekosten und der installierten maximalen Leistung.

Einen grossen Einfluss auf die Rendite hat auch der Privatverbrauch – also wie viel Strom der Solaranlage im eigenen Haushalt gleich wieder genutzt wird. Als Grundsatz gilt dabei: je höher dieser Anteil, desto besser. Eine Familie erzielt rund 30 bis 40 Prozent. Wer tagsüber jedoch nicht zu Hause ist, kommt kaum über 20 Prozent hinaus. Welche Auswirkungen die Eigennutzung auf die Rendite hat, kann beispielsweise gut mit dem Solarrechner von www.energieschweiz.ch, einer Internetplattform des Bundes, nachvollzogen werden.

Zur Rendite einer Photovoltaikanlage tragen auch die Einmalvergütung des Bundes und die Steuereinsparung bei, da die Investitionen vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können. Ebenfalls wichtig sind die Abnahmepreise, welche die lokalen Energieversorger für den überschüssigen Strom zahlen. Dies zeigt der Solarrechner eindrücklich: So beträgt die Rendite für eine rund 45 Quadratmeter grosse Solaranlage*, bei einem Eigenverbrauch von 30 Prozent, in Wil stolze 3.2 Prozent (Abnahmepreis 15 Rp./kWh) – in Romanshorn jedoch nur 0.6 Prozent (6 Rp./kWh). Entsprechend hat sich die Anlage in Wil bereits nach 12 Jahren amortisiert, jene in Romanshorn erst nach 23 Jahren – bei einer Lebensdauer von rund 30 Jahren. Was sich in Wil und Romanshorn dafür nicht unterscheidet, ist der ökologische Effekt: eine jährliche Einsparung von gut 3500 Kilogramm CO2.

*Beispiel-Anlage an beiden Orten: 5 Bewohner, Modul-Orientierung -52°, Dachneigung 35°, Modulwirkungsgrad 17%.