Vor kurzem haben wir über die zwei wichtigsten Versicherungen im Zusammenhang mit dem Eigenheim geschrieben: der Gebäudeversicherung und der Gebäudewasserversicherung. Folgend picken wir weitere gängige Versicherungen rund ums Eigenheim heraus. Beispielsweise ist eine Privathaftpflichtversicherung grundsätzlich empfehlenswert – vor allem auch im Zusammenhang mit Wohneigentum. Sie deckt bei Liegenschaften mit maximal drei Wohnungen (davon eine selbst bewohnt) Schäden, für die man als Hauseigentümer:in haften würde – etwa, wenn ein Dachziegel im Sturm den Porsche des Nachbarn beschädigt.
Die Hausratversicherung wiederum deckt Schäden an Mobiliar, Kleidern, Geräten etc. aufgrund von Feuer, Elementarereignissen, Wasser oder Diebstahl. Wer grossflächige Fenster oder teure Badezimmerausstattungen hat, kann über eine Glasbruchversicherung nachdenken. Sie deckt Schäden an Glas- und Keramikteilen des Gebäudes, nicht jedoch am Mobiliar. Diese gehören in die Hausratversicherung. Wer beispielsweise mit der Nachbarschaft im Streit über Näherbaurechte oder Dienstbarkeiten ist, wird über eine Rechtsschutzversicherung froh sein, die Aufwände wie Anwalts- und Gerichtskosten oder Ausgaben für Gutachten übernimmt.
Die Erdbebenversicherung deckt Zerstörung und Folgeschäden am Gebäude, die nicht durch die bereits existierenden Erdbebenpools der Gebäudeversicherer übernommen werden. Auch Schäden an Heizung, Klima- oder Solaranlagen können abgedeckt werden – mit einer Gebäudetechnikversicherung. Ebenfalls angeboten werden Umgebungsversicherungen. Diese decken Schäden am Garten oder an Installationen rund um die Liegenschaft ab. Bei beispielsweise hangstützenden Mauern kann eine solche Deckung sinnvoll sein, da diese kostspielig und für die Stabilität des Baugrunds zwingend notwendig sind.